Sie sind hier: Software > LCA Evaluator > 
24.4.2017 : 3:27 : +0200

Auswertung von Ökobilanzergebnissen

Darstellung der Wirkungskategorien mit ökologischer Prorität
Schrittweise Auswertung der Ergebnisse
Monte Carlo Simulation bei unsicheren Ausgangsdaten

Die grundlegenden Arbeitsschritte der Ökobilanz (Definition von Untersuchungsziel und -rahmen, Sachbilanzierung und Wirkungsabschätzung) sind in internationalen ISO- Normen detailliert beschrieben. Für den letzten Arbeitsschritt, die Bilanzbewertung, stellen die ISO-Normenreihe jedoch nur allgemeine Grundsätze auf. In diesem Schritt werden quantitative Ökobilanzergebnisse in Aussagen über die Umweltrelevanz eines Systems (einer Produktvariante) transformiert.

Der Ökobilanzierer steht bei der Bilanzbewertung vor folgendem Problem: Auf der Grundlage der Daten der Wirkungsabschätzung jeder untersuchten Produktvariante soll eine möglichst klare Empfehlung gegeben werden. Nur in den wenigsten Fällen ergeben die Daten ein klares Ergebnis. Die wissenschaftliche Diskussion und Methodenentwicklung ist in diesem Punkt nicht abgeschlossen. Bereits bestehende Bewertungsmethoden sind zeitaufwändig und fehleranfällig. Kommerzielle Ökobilanzsoftware unterstützt die Bilanzbewertung nur ansatzweise.

Der LCA-Evaluator ist eine weltweit einzigartige Software für die Bewertung in Ökobilanzen. Die Bewertung wird auf der Grundlage von Wirkungskategorieergebnissen durchgeführt. So wird die Bilanzbewertung einfach, schnell, nutzerfreundlich und reproduzierbar. Die normierenden und rang-bildenden Prozeduren der Bewertungsansätze sind dabei so in die Software implementiert, dass sie einem manuellen Vorgehen entsprechen, dieses aber erheblich beschleunigen. Für die implementierten Bewertungsansätze ist es mit diesem Tool zudem möglich, durch Monte Carlo Simulationen die Auswirkung von Unsicherheiten in Wirkungskategorieergebnissen auf die Ergebnisse der Bewertung zu bestimmen.

Technisch basiert der LCA-Evaluator auf einem in Visual Basic geschriebenen Programm mit einer hinterlegten Access-Datenbank. Die Ergebnisse der jeweiligen Bewertungsverfahren werden als Berichte in Excel ausgegeben (Screenshots auf der rechten Seite)

  • Umweltbundesamt 1999: Die 'verbal-argumentative Gesamtbewertung' des Umweltbundesamtes ist ursprünglich für die Anwendung in einem Expertenpanel gedacht. Die Methode führt einen paarweisen Vergleich von zwei Ökobilanzergebnissen (von zwei in einer Ökobilanz untersuchten Produktvarianten) durch. In einem Tannenbaumdiagramm wird die spezifische Mehrbelastung in den verschiedenen Wirkungskategorien für die beiden Produktvarianten verglichen. Die Methode vermeidet weitgehend eine Gewichtung und ist dennoch auch in nicht-trivialen Fällen in der Lage, eine Empfehlung für eine der Varianten zu geben. Siehe rechts für weiterführende Informationen.
  • Umweltbundesamt 1996: Der Vorgänger von "Umweltbundesamt 1999". Unterschiede bestehen z.B. in der Struktur der ausgewerteten Kategorien. (UBA 1999 verwendet ein 'distance to target'- Kriterium, welches gleichgewichtig mit der ökologischen Gefährdung einer Wirkungskategorie in die Gesamtbedeutung der Wirkungskategorie eingeht, während die UBA 1996 Methode distance-to-target lediglich als einen Aspekt der ökologischen Bedeutung verwendet.) Mehr Informationen: siehe rechts.
  • Volkwein 1996: Eine Methode sehr ähnlich den Methoden des Umweltbundesamtes.: Sie verwendet ein Hasse Diagramm für das Ranking der paarweise aufgestellten Wirkungskategorieergebnisse, das ein pareto-optimales Ranking erzwingt. Siehe rechts für weitere Informationen.
  • HKKGAC: Die Methode wurde von Heiko Kunst, Karin Gerner und Andreas Ciroth entwickelt.
    Grundidee ist, nur so viel Subjektivität in der Auswertung zuzulassen wie für eine Entscheidung erforderlich ist.
    Hierzu kombiniert die Methode vorhandene Methoden (Umweltbundesamt und Volkwein), die sie schrittweise und abgestuft anwendet. Mehr Informationen: siehe rechts.

Wir freuen uns über Anfragen! E-mail.